Stand: 23.03.2008

Weihnachtsdrachen

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Familie Körtel und Ihre Weihnachtsdrachen

Irgendwie fing es ganz plötzlich an. Eine kunstvoll gefaltete Weihnachtsserviette gab den Anstoß zu einem Nikolausdrachen. Das war im August 1993.

Was ist schon die Weihnachtszeit ohne Weihnachtsbaum? Auch dafür fand sich schnell eine Lösung: ein Stauluftsack – heute würde man wohl stabloses Windspiel dazu sagen – wurde konstruiert. Mit der Naivität von Newcomern meldeten wir uns gleich mal zu den 8. Deutschen Drachenmeisterschaften an. Das war die legendäre „Hochwasser- und Gummistiefelveranstaltung“ in Paderborn. Dabei raus kam dann der 2. Platz in der Offenen Klasse. „Deutsche Vizemeister!“ Was für ein Motivationsschub….
 

Da eine weitere große Leidenschaft dem Sammeln von Erzgebirgischer Handwerkskunst gilt, lag es nahe, weitere Weihnachtsdrachen zu ersinnen.

Es folgten die kleine Eisprinzessin Lilly 1994 und der große Nußknacker 1996. Beim „Zweiten Europäischen Einleiner-Design-Wetteifern“ (so etwas gab es tatsächlich mal) landeten wir auf Platz 14 von 27 unter vielen großen Namen der Drachenszene.

So kamen wir dann auch auf die Idee, eine eigene Veranstaltung für Weihnachtsdrachen zu haben. Das Nikolausfliegen in Ersrode war geboren. Am 6. Dezember 1997 trafen sich nord- und osthessische Drachenflieger auf dem schneebedeckten Schalkenberg.

Aber erzgebirgische Motive auf osthessischen Hügeln, das war nicht stilecht. Aus diversen Gesprächen mit Tom Teubner aus dem sächsischen Freiberg entwickelte sich ein echtes Highlight der Weihnachtsdrachenszene, das Weihnachtsdrachenfliegen in Frauenstein im Osterzgebirge. Am 3. Advent 2000 war es soweit. Über 40 Drachenflieger trafen sich zum ersten Mal vor den Toren der Stadt.
 

In den Folgejahre begleiteten uns ein Della Porta mit einem Räuchermännchen-Motiv und ein Basket Kite, genannt "Sad Angel", auf verschiedene Drachenfeste. Nicht alle Weihnachtsdrachen kann man ganzjährig fliegen ohne in die Ecke der „Verrückten“ gestellt zu werden.
 

Nach einer kleineren Schaffenspause folgte dann unser Kirchenfenster mit der Heiligen Familie. Hiermit schafften wir bei der 20. DM 2005 nochmal den Sprung aufs Treppchen: Platz 3 in der Klasse der Flachdrachen.

Irgendwann mußte auch unser Rudi herhalten. 2005 bekam er ein pelzbesetztes Weihnachtsmannoutfit und ging als „Sankt Rudi“ an den Start.

Unsere neueste Kreation ist ein Eddy-Weihnachtsmann, der kleine Pakete mit sich trägt.
 

Wir freuen uns, daß die Idee der Weihnachtsdrachen sich in der Szene so etabliert hat und auch viele Drachenfreunde die Saison mit einem vorweihnachtlichen Drachenfliegen ausklingen lassen.

Viel Spaß für die Zukunft!

Waltraud Ring-Körtel und Karl-Ulrich Körtel