Familie Körtel und Ihre
Weihnachtsdrachen
Irgendwie fing es ganz plötzlich an. Eine kunstvoll gefaltete
Weihnachtsserviette gab den Anstoß zu einem Nikolausdrachen. Das war im August
1993.
Was ist schon die Weihnachtszeit ohne
Weihnachtsbaum? Auch dafür fand sich schnell eine Lösung: ein Stauluftsack
– heute würde man wohl stabloses Windspiel dazu sagen – wurde konstruiert.
Mit der Naivität von Newcomern meldeten wir uns gleich mal zu den 8.
Deutschen Drachenmeisterschaften an. Das war die legendäre „Hochwasser-
und Gummistiefelveranstaltung“ in Paderborn. Dabei raus kam dann der 2.
Platz in der Offenen Klasse. „Deutsche Vizemeister!“ Was für ein
Motivationsschub….
Da eine weitere große Leidenschaft dem
Sammeln von Erzgebirgischer Handwerkskunst gilt, lag es nahe, weitere
Weihnachtsdrachen zu ersinnen.
Es folgten die kleine Eisprinzessin Lilly 1994 und der große Nußknacker
1996. Beim „Zweiten Europäischen Einleiner-Design-Wetteifern“ (so etwas
gab es tatsächlich mal) landeten wir auf Platz 14 von 27 unter vielen
großen Namen der Drachenszene.
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So kamen wir dann auch auf die Idee,
eine eigene Veranstaltung für Weihnachtsdrachen zu haben. Das
Nikolausfliegen in Ersrode war geboren. Am 6. Dezember 1997 trafen sich
nord- und osthessische Drachenflieger auf dem schneebedeckten Schalkenberg.
Aber erzgebirgische Motive auf osthessischen Hügeln, das war nicht
stilecht. Aus diversen Gesprächen mit Tom Teubner aus dem sächsischen
Freiberg entwickelte sich ein echtes Highlight der Weihnachtsdrachenszene,
das Weihnachtsdrachenfliegen in Frauenstein im Osterzgebirge. Am 3. Advent
2000 war es soweit. Über 40 Drachenflieger trafen sich zum ersten Mal vor
den Toren der Stadt.
In den Folgejahre begleiteten uns ein
Della Porta mit einem Räuchermännchen-Motiv und ein Basket Kite, genannt "Sad
Angel", auf verschiedene Drachenfeste. Nicht alle Weihnachtsdrachen kann
man ganzjährig fliegen ohne in die Ecke der „Verrückten“ gestellt zu
werden.
Nach einer kleineren Schaffenspause
folgte dann unser Kirchenfenster mit der Heiligen Familie. Hiermit
schafften wir bei der 20. DM 2005 nochmal den Sprung aufs Treppchen: Platz
3 in der Klasse der Flachdrachen.
Irgendwann mußte auch unser Rudi herhalten. 2005 bekam er ein
pelzbesetztes Weihnachtsmannoutfit und ging als „Sankt Rudi“ an den Start.
Unsere neueste Kreation ist ein
Eddy-Weihnachtsmann, der kleine Pakete mit sich trägt.
Wir freuen uns, daß die Idee der
Weihnachtsdrachen sich in der Szene so etabliert hat und auch viele
Drachenfreunde die Saison mit einem vorweihnachtlichen Drachenfliegen
ausklingen lassen.
Viel Spaß für die Zukunft!
Waltraud Ring-Körtel und Karl-Ulrich Körtel
